Buenas dìas, amigos,

heute ist Freitag, der 30.05.08 und wir sitzen hier bei einem Cafè con Lêche in dem wunderschönen Villanueva Golf Resort in Puerto Real. Der Direktor dieses Golf Resorts, Oliver Günther, ist der Sohn eines Jugendfreundes von Paul, den wir besuchen und auch eine Runde Golf spielen werden − sofern das Regenwetter es noch zulässt...Wir genießen übrigens jetzt hier einen ganz besonderen Status: wir sind die ersten Übernachtungsgäste in diesem Resort, in dem ein exklusives Wohngebiet mit entsprechendem Securitydienst entsteht. Natürlich haben wir in unserem Wohnmobil hier geschlafen, gut bewacht, als vorerst einzige Gäste, vom Sicherheitsdienst.
Nach unserem Aufenthalt in Barcelona sind wir entlang der Costa Dorada, die sich durch ihre langen Sandstrände deutlich von der Costa Brava unterscheidet. Auch die attraktiven, kleinen Ortschaften sind hier eher rar. Nach Durchquerung des Ebrodelta kamen wir auf die Küstenstrasse der Costa del Azahar. Dieser Abschnitt ist eher den spanischen Touristen vorbehalten, wie wir erfahren haben. Neben wunderschönen Stränden fallen einem hier die grossen Orangenbaumhaine ins Auge. Die Strecke wird auch die Küste der Orangenblüten genannt..
Kurzfristig entschlossen wir uns, durch Valencia, der drittgrössten Stadt des Landes mit ca. 750.000 Einwohnern, hindurchzufahren. Wir waren total überrascht über die großen Promenaden und Plätze, aber vor allem haben uns die architektonisch interessanten, modernen Gebäde beeindruckt. Rund 30km weiter haben wir auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz ein kleines, spanisches Urlaubsjuwel entdeckt. Cullera, direkt am Meer, mit einer wunderschönen, breit angelegten Strandpromenade, die zwar einige Hochhäser sämte, aber da alles in Pastelltfarben gestaltet ist, sieht es sehr angenehm aus. Hier fanden, und finden sich wahrscheinlich auch in der Saison, nur Spanier, was man auch an den entsprechenden Geschäften und Lokalen erkennt. Nach der Übernachtung direkt an der Promenade machten wir noch einen kleinen Strandspaziergang und starteten weiter in Richtung Costa Blanca, auf die Barbara sehr gespannt war, da sie sie bereits vor ca. 35 Jahren mal bereist hatte. Nachdem wir durch das wunderschöne, aber ziemlich zugebaute Calpe gefahren waren, landeten wir in Altea. Aus dem kleinen Dörfchen, in dem sie damals gewohnt hatte, ist inzwischen natürlich auch ein gewachsener Touristenort geworden. Dort haben wir am schönen Kieselstrand Mittagspause eingelegt, um anschließend in das berühmte Benidorm zu fahren, dessen Skyline im Reisefürer mit Manhattan oder Hongkong verglichen wird. Järlich bevölkern 3,5 Millionen Touristen diese Stadt, die selbst nur 60.000 Einwohner hat. Jedoch, wir waren angenehm überrascht über die farbliche und architektonische Gestaltung dieser Hochhausansammlung, in dessen Häsern durchschnittlich 200 Menschen untergebracht sind. Unglaublich!! Wir geben allerdings zu, dass wir auf keinen Fall in der Hochsaison hier durchfahren, geschweige denn hier Urlaub machen werden.
Vor lauter Schauen und Staunen sind wir plötzlich auf einer für uns eigentlich gesperrten Strasse direkt auf der Strandpromenade gelandet. Zum Erstaunen der Badegäste! Dass direkt vor uns ein Polizeiauto fuhr, ließ uns noch einen Moment dort verweilen, aber eigentlich störte es weder die Polizei noch uns, es war einfach schön dort.
Nachdem wir uns dann doch von der Strandpromenade und der Aufmerksamkeit der Menschen getrennt haben, gings weiter an der Costa Blanca. Wir fuhren vorbei an Alicante, Cartagena, zu unserem nächsten Übernachtungsplatz in der Nähe von Aguilas, auf einer schottrigen, kleinen Zugangsstrasse zu einer kleinen Bucht. Nach kurzer Zeit gesellte sich noch ein spanisches Wohnmobil hinzu und so fühlten wir uns hier noch sicherer und schliefen wunderbar.
Die von vielen Buchten geprägte Küstenstrasse zeichnete sich im Hinterland durch seine Mondlandschaften artige Landschaft aus, die nach ca. 50 km abrupt endete und in eine komplett von Plastikfolien (unter denen sich lauter Gewächshäser befanden) bedeckte Landschaft überging. Wir sind echt sprachlos, wie man diese ganze Gegend, Kilometer um Kilometer, soweit das Auge reicht, mit Plastik zupflastern kann. Jedoch, eigentlich profitieren wir in Deutschland auch davon, da wir im Winter eben auch unsere Tomaten, Pepperoni und Zucchini aus Spanien kaufen können. Allerdings, leben möchten wir unter keinen Umständen hier, und das nicht nur wegen der Optik. Sicherlich ist Boden und Wasser mit Pestiziden und Düngemitteln verseucht.
Kaum hatten wir dieses weiträmige Gebiet verlassen, zeigt die Costa del Sol ihr schönes Gesicht. Viele bekannte Urlaubsorte, für unseren Geschmack zu voll und zu eng bebaut, aber reizvoller Steilküsten und Buchten. Wir genossen diese Strecke sehr und dann war auch mal wieder Zeit für eine kleine Pause und so blieben wir in der Nähe von Torre del Mar auf einem Campingplatz, um ein wenig Urlaub einzulegen. Das Wetter lässt ja immer noch etwas zu wünschen übrig, es weht ein heftiger, frischer Wind, aber die Sonne lockt uns dennoch immer wieder an den Strand. Nachdem wir uns ein heisses Match beim Beach-Ball-Spiel lieferten, war uns so heiß, dass wir sogar ins Wasser gingen.
Malaga ließen wir im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und fuhren nun auf einer traumhaft schönen Strecke durch die Serrania de Ronda nach Montejaque, ca. 15km von Ronda entfernt, zu einem Überraschungsbesuch bei Zorros, die wir auf unserer ersten Spanientour kennenlernten. Sie haben inzwischen ein kleines Hotel in Montejaque, einem reizvollen, kleinen 1000 Einwohner-Ort, dessen Umgebung an die Dolomiten in Kleinformat erinnert und auch ein spezielles Wandergebiet ist. Wirklich zu empfehlen!
Unser Besuch war zugegebenermassen ein wenig abgestimmt mit Uschi, einer Freundin aus Deutschland, die mit der weltberüten Mutterstadter Tanzgruppe in der Stammbesetzung von sechs tollen Frauen, zur gleichen Zeit der lieben Gaby zum Geburtstag einen Besuch abstatteten, Es war ein fröhlicher Abend bei köstlichen Tappas, vielen Dank an Jan für die Zubereitung und an Gaby für die Einladung. Nach einem lustigen gemeinsamen Früstück trennten sich unsere Wege, aber: wir sehen uns alle in Deutschland wieder, gell?? Hoffentlich hattet ihr Spaß bei dem Alhambra-Nachtprogramm!
Über steile Gebirgsstrassen und schaurig schöne Berge und Täler fuhren wir nach Puerto Real, wo es nun immer noch regnet und wir das Golf spielen wohl verschieben werden. Dann essen wir eben noch eine Kleinigkeit und starten dann über Sevilla zu unserem eigentlich Ziel: PORTUGAL




P-0100 Wir gruessen Gabi,Brigitte,Hilde,Uschi,Heidi,Gaby und Sonja


P-0077 Mit dem Womo auf der Strandpromenade von Benidorm


P-0079 Foliengewaechshaeuser bei Almeria


P-0061 Monumentalgebaeude in Valencia


P-0084 Urspruengliche Feldbearbeitung in Torre del Mar


P-0089 Geburtstagsstaendchen der weltberuehmten Mutterstadter Tanzgruppe...


P-0110 bei Ubrique


P-0102 Montejaque bei Ronda


P-0075 Altea, Mittagspause am Strand


P-0077 Benidorm oder Manhattan


P-0071 Cullera, ein kleines Juwel


P-0115 Arcos de la Frontera


P-0085 Unterwegs im schoenen Andalusien